Moderne Mobilität

Damit unsere Handwerker, Busse, Rettungsfahrzeuge und Taxis zügig vorwärts kommen, sind neue Ideen gefragt.

Unsere Stadt ist organisch gewachsen – wenn wir die bestehende Gebäudelandschaft nicht komplett umpflügen wollen, müssen wir wohl oder übel mit den existierenden Strassenverläufen kutschieren. Hier wäre es schön, wenn die Stadt zu jenen gehören würde, die Neues wagt und in den Rest der Schweiz ausstrahlen könnte.

Konkret

Das könnte zum Beispiel heissen, dass wir in Winterthur ein System für «Road Pricing» ausprobieren. Natürlich, das geht mit der bestehenden Gesetzgebung noch nicht. Eine grosse Schweizer Partei besingt das Motto «Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg» – das gilt auch hier: In London haben sie hervorragende Erfahrungen mit einem System gemacht, dass dem Befahren des Stadtzentrums einen «Preis» gibt.

Die Gegner von solchen Systemen vergleichen Road Pricing mit den Wegzöllen des Mittelalters. Was mit Verlaub ziemlicher Quatsch ist. Es geht um freien Markt: Ein knappes Gut wird bekanntlicherweise teurer und wird normalerweise nicht mit staatlichen Subventionen gratis abgegeben. Wollen wir also den knappen Platz für diejenigen freihalten, die ihn wirtschaftlich geschickt nutzen wollen und können, so benötigen wir eine geeignete Steuermöglichkeit.

Die vielversprechenden Erfahrungen seit über 10 Jahren in anderen europäischen Städten machen mir Mut, auch bei uns so etwas auszuprobieren. Die zwar noch belächelte autonome Mobilität, dürfte wohl schneller kommen, als die kühnsten Prognosen. Gerade darum sind wegweisende Technologien gefragt, um für die Zukunft gerüstet zu sein.

Velostadt bleibt Velostadt

Velostrasse - das Auto ist als Gast geduldet

Velostrasse – das Auto ist als Gast geduldet

Es ist fast ein bisschen wie Eulen nach Athen tragen: In der Velostadt Winterthur muss ich wohl nicht gross Werbung für das schnellste und flexibelste Verkehrsmittel in der Stadt machen. Trotzdem haben wir auch hier noch nicht die Spitze erreicht: Ein wenig neidisch schaue ich in Städte nach Dänemark oder Holland, die beide noch mehr für die Zweiradfahrenden tun. Das nebenstehende Verkehrsschild ist nur ein Sinnbild für die vorbildliche Verkehrsführung in den Niederländischen Städten.

Weitere Winterthurer Projekte

  • Ich setze mich für eine konsequente Busbevorzugung ein. Die Motion der Grünen zu diesem Thema wurde im Grossen Gemeinderat überwiesen.
  • Die Querung beim Bahnhof Grüze soll möglichst zügig umgesetzt werden. Diese dient nicht nur dem Bus, auch für das Velo soll sie eine gute Lösung bringen.
  • Das gültige städtische Gesamtverkehrskonzept sGVK: Diese enthält gute Ansätze für ein künftig effizientere und schlankere Mobilität in Winterthur – für mich ist dieses sGVK eine wichtige Arbeitsgrundlage.