Atomkraft – ja, gerne

In der NZZ am Sonntag vom 9.10.16 durfte sich Andreas Hirstein über eineinhalb Zeitungsseiten darüber auslassen, warum die Grüne Atomaustiegs-Initiative am 27.11.16 abgelehnt werden sollte. Dabei prangte auf über der Hälfte des Aufschlages das Anti-Atomkraft-Sünneli der Grünen mit der Verballhorung «Atomkraft? – ja bitte!».

Zitat aus dem Lead: «Ihr Strom wird so billig, dass sich sogar Schwellenländer die Technik leisten können» – schön wärs! Sollten tatsächlich die Flüssigsalzreaktoren dereinst Strom produzieren können – vielleicht ist die totgesagte Fusionstechnologie bis dann auch soweit – kann von «billig» wirklich nicht die Rede sein. Die zentrale Produktion von grossen Strommengen mit ihrer aufwändigen Verteilung wird bis dann wohl definitiv Geschichte sein.

Ausgerechnet China dient als leuchtendes Beispiel, das zur Zeit hunderte Millionen in diese Technik investiert. Ausgerechnet das Land, dem die Gesundheit der Bevölkerung und die Menschenrechte ziemlich egal sind, soll die revolitionäre, menschenfreundliche Technik entwickeln?